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Wie Krankheiten entstehen: Innere Krankheitsursachen
Im Gegensatz zu den von außen bewirkten Krankheiten sind die, die sich aus inneren Ursachen entwickeln, nicht beeinflussbar. Zu ihnen zählen neben den normalen Alterungsprozessen genetisch bedingte Erkrankungen, vererbte Defekte und vorgeburtliche Entwicklungsstörungen sowie im weitesten Sinne Erkrankungen durch unkontrolliertes Zellwachstum und Autoimmunreaktionen.
Genetische Defekte, Vererbung und vorgeburtliche Entwicklungsstörungen
Unabhängig von äußeren Faktoren entwickeln sich die genetisch bedingten Erkrankungen. Dazu gehört die Bluterkrankheit, bei der, bedingt durch einen genetischen Defekt, ein Mangel an Gerinnungsfaktoren vorliegt, der zu einer stark erhöhten, mitunter lebensbedrohlichen Blutungsneigung schon bei geringfügigen Verletzungen führt. Im Gegensatz dazu liegt beim Down-Syndrom ein Chromosomendefekt vor, bei dem das 21. Chromosom nicht doppelt, sondern gleich dreimal auftritt. Diese Veränderung tritt spontan auf. Vererbt wird auch eine gewisse Bereitschaft (Disposition) zu bestimmten Krankheiten. Diese Disposition kann sich z. B. auf das Geschlecht oder das Alter beziehen.Unabhängig von reinen Gendefekten können in der Schwangerschaft auftretende (vorgeburtliche) Störungen in der embryonalen Entwicklung u.a. zu Fehlbildungen des Herz-Kreislauf-Systems, zu einer Fehlanlage des Hüftgelenks (Hüftdysplasie) oder zur Lippen-Kiefer-Gaumenspalte führen. Hier kann die genaue Ursache oft nicht geklärt werden.
Zellwachstum
Gerät die Zellteilung in bestimmten Körpergeweben (z. B. der Leber) außer Kontrolle, kommt es zu einer außergewöhnlich schnellen Zellvermehrung. Diese Gewebeneubildung wird auch als Tumor oder Neoplasie bezeichnet. Tumore verursachen Schäden, da sie auf Organe, Blutgefäße oder Nerven drücken und die Funktion der Organe stark beeinträchtigen können.Bei gutartigen (benignen) Tumoren handelt es sich um auf das Ursprungsgewebe begrenzte und langsam wachsende Neubildungen. Bei bösartigen (malignen) Tumoren oder Krebs breiten sich die Tumorzellen nahezu ungebremst in das benachbarte Gewebe aus, der Krebs wächst invasiv. Außerdem streut der Primärtumor entartete Zellen aus. Im Fall des Brustkrebs gelangen Krebszellen z. B. über das Blut- und Lymphsystem in andere Körpergewebe und -regionen und bilden dort Tochtergeschwulste, so genannte Metastasen, in Leber, Gehirn, Lungen oder Knochen.Der Einfluss von genetischen Faktoren bei der Entstehung der Krebserkrankung ist bisher nicht erwiesen; bei etlichen Krebsarten wurde jedoch eine familiäre Häufung festgestellt. Ursache für eine Krebserkrankung kann also eine erbliche Veranlagung sein. Sie kann aber auch durch Strahlenbelastung oder Kontakt mit Krebs erzeugenden Chemikalien ausgelöst werden. Bei Personen, die beispielsweise häufig mit Ruß oder Bitumen in Kontakt kommen, ist das Risiko, an Hoden- bzw. Nierenkrebs zu erkranken, deutlich erhöht.
Autoimmunreaktionen
Eine individuell erbliche Komponente ist auch beim Auftreten von so genannten Autoimmunreaktionen bekannt. Hierbei wird das Gewebe durch körpereigene Antikörper oder Lymphozyten zerstört. Das Immunsystem hat eigentlich die Aufgabe, körperfremde und Krankheiten verursachende Zellen aufzuspüren und zu bekämpfen, normale Körperzellen jedoch zu ignorieren. Wodurch das Immunsystem seine Unterscheidungsfähigkeit einbüßt, ist bisher noch nicht völlig geklärt.Typische Autoimmunerkrankungen können verschiedene Körperbereiche betreffen. Zu ihnen zählen z. B. die rheumatoide Arthritis, die zu schmerzhaften Gelenkschwellungen führt, und die Multiple Sklerose, in deren Verlauf sich die Myelinscheiden, die die Nervenfasern umhüllen, entzünden. Die Schädigung führt schließlich zur Zerstörung des Myelins, so dass die Muskeltätigkeit nicht mehr regelgerecht gesteuert werden kann.
Wie Krankheiten entstehen: Äußere Krankheitsursachen
Infektionen
Als Infektion bezeichnet man das Eindringen von Krankheitserregern in den menschlichen Organismus. Dazu zählen Mikroorganismen, also Viren und Bakterien, aber auch z. B. Einzeller und Pilze. Andere krankmachende (pathogene) Erreger sind kleine tierische Organismen wie Würmer, Milben und Läuse.Die meisten Infektionskrankheiten sind übertragbar, können also von Mensch zu Mensch oder häufig auch vom Tier auf den Menschen weitergegeben werden. Dies geschieht entweder durch direkten Kontakt, z. B. durch Verzehr einer Speise, die bereits mit infiziertem Material in Berührung gekommen ist. Andere Übertragungswege sind die Tröpfcheninfektion (z. B. durch Anhusten), infizierte Bluttransfusionen und der Gebrauch unsteriler Injektionsnadeln.Die meisten Menschen, die Infektionskrankheiten weitergeben, weisen auch selbst die Symptome der Krankheit auf. Es kann jedoch auch vorkommen, dass sich bei einem Infizierten die Krankheit zwar noch nicht gezeigt hat, er dennoch die Erreger an andere weitergibt. Diese Personen werden Keimträger genannt.Auch wenn eine Infektion durch den gleichen Erregertyp hervorgerufen wurde, tritt die Erkrankung nicht immer mit der gleichen Schwere auf. Durch die unterschiedliche „Ausstattung“ des körpereigenen Immunsystems und die individuelle Reaktion des Körpers auf Therapiemaßnahmen gestalten sich auch die Krankheitsverläufe verschieden.
Verletzungen
Eine Schädigung oder Zerstörung von Körpergewebe oder Organen durch mechanische, physikalische oder chemische Faktoren wird als Verletzung oder Trauma bezeichnet. Dies kann z. B. im Rahmen eines Arbeits- oder Sportunfalls geschehen. Bei schweren Unfällen, z. B. im Straßenverkehr, kommt es häufig zu einer Mehrfachverletzung, einem so genannten Polytrauma, bei dem mehrere Organe, Knochen und größere Körperräume wie Bauch- oder Brustraum betroffen sind. Hier führen die schweren Verletzungen durch starke Blutungen und Kreislaufschock zu oft lebensbedrohlichen Situationen. Unfallverletzungen können auch ernste Erkrankungen und Behinderungen nach sich ziehen.
Abnutzung und Verschleiß
Sich häufig wiederholende Bewegungsabläufe und die einseitige Beanspruchung bestimmter Körperpartien sind für das Entstehen von Verschleißkrankheiten der Muskeln, Sehnen und Gelenke verantwortlich. Oft ist es auch eine über einen längeren Zeitraum bestehende körperliche Fehlhaltung, die zur Überbeanspruchung der betroffenen Muskeln und Gelenke und in der Folge zu Verspannungen, Sauerstoffminderversorgung, Schmerzen und Gewebsveränderungen führt.So tritt z. B. bei Fliesenlegern, die häufig in der besonders gelenkbelastenden knieenden Haltung arbeiten, in vielen Fällen ein vorzeitiger Kniegelenksverschleiß in Form einer Arthrose auf. Einseitige berufliche Belastungen führen auch bei Kassiererinnen im Supermarkt zu entsprechenden Folgeerkrankungen. Viele Sportler haben unter Überlastungssyndromen vor allem der Gelenke zu leiden.
Traumatische Erlebnisse
Auch extreme seelische und körperliche Belastungssituationen können zu schweren gesundheitlichen Störungen führen. Sei es eine tief greifende Lebenskrise, eine extreme Gewalterfahrung, eine Naturkatastrophe oder die Erfahrung von politischer Verfolgung oder Krieg: Je nach individueller Art der Stressverarbeitung reagieren die betroffenen Menschen sofort oder später mit unterschiedlichsten Symptomen. Die Palette reicht von Apathie und Orientierungslosigkeit über Ausbrüche von Wut, Verzweiflung und Angst bis hin zu tiefen Depressionen und Selbstmordgedanken. Die seelischen Störungen können rasch abklingen oder aber auch Wochen und Monate anhalten. Oft münden sie auch in eine körperliche Erkrankung.
Chemische und physikalische Einflüsse
Durch chemische und physikalische Einflüsse, die im häuslichen oder öffentlichen Bereich, aber auch am Arbeitsplatz auf Menschen einwirken, können eine Vielzahl von Erkrankungen ausgelöst werden. So können gesundheitsschädliche Stoffe wie Blei oder Cadmium über das Trinkwasser bzw. über die Luft aus Emissionen von Müllverbrennungsanlagen aufgenommen werden und im Körper des Menschen zu Blutveränderungen bzw. zu Störungen des Immun- und Nervensystems führen.Der besonders in der Arbeitswelt häufig vorhandene Lärmeinfluss bewirkt nicht nur eine Schädigung des Hörsinns, sondern spielt auch als wesentlicher Stressfaktor eine Rolle bei der Entstehung von Magengeschwüren, Bluthochdruck und psychischen Störungen.Sogar Medikamente, die eigentlich gegen gesundheitliche Störungen eingesetzt werden, können Ursachen von Krankheiten werden. So sind einige Schmerzmittel an der Entstehung von Magengeschwüren beteiligt. Unter dem Punkt „Nebenwirkungen“ informieren die Beipackzettel der Arzneimittel ausführlich über mögliche schädliche Folgen der Medikamenteneinnahme.
Gesundheitsschädigendes Lebensumfeld
Nicht nur in den Industrieländern wird ein großer Anteil der Krankheiten mithervorgerufen durch die vorherrschenden Lebensbedingungen der Menschen. Unzureichende Hygiene, Armut, Hunger und Verelendung sind Ursachen von Krankheiten und ihrer seuchenhaften Ausbreitung in vielen Ländern der Dritten Welt. In den modernen Industrieländern führen dagegen die Folgen von Überernährung und Bewegungsmangel zu den so genannten Zivilisationskrankheiten, allen voran zu Herz- und Gefäßerkrankungen. Die Risiken werden zusätzlich erhöht durch den weit verbreiteten Nikotinkonsum, der auch das Auftreten zahlreicher Atemwegserkrankungen begünstigt. Übermäßiger Alkoholkonsum schädigt die inneren Organe wie Leber und Magen und die peripheren Nerven. So wirkt sich die jeweilige persönliche Lebensführung bei der Vermeidung oder Entstehung verschiedenster Krankheiten ganz konkret aus
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